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11 Min Lesezeit

Infrarotheizung oder Wärmepumpe.

Infrarot ist in der Anschaffung günstig und schnell installiert — aber im Betrieb dreimal so teuer wie eine Wärmepumpe. Wir bauen Wärmepumpen ein und raten von Infrarot als Hauptheizung in den meisten Fällen ab.

Anschaffung Infrarot
5.000 €
vs. WP 30.000 €
Energie 15 Jahre
+ 60.000 €
Infrarot teurer als WP
Förderung Infrarot
0 €
kein BEG für Direktstrom
Empfehlung
Wärmepumpe
in 9 von 10 Fällen

Infrarot ist eine günstige Anschaffung mit teuren Folgen — fast immer.

Eine Infrarotheizung wandelt Strom 1:1 in Wärme. Eine Wärmepumpe wandelt 1 kWh Strom in 3-4 kWh Wärme — bei gleichem Komfort. Über 15 Jahre kostet Infrarot deshalb meist 50.000-70.000 € MEHR an Energie, ohne Förderung.

Diese Seite zeigt die seltenen Fälle, in denen Infrarot tatsächlich Sinn ergibt: kleine Räume mit sehr seltener Nutzung. Und sie zeigt, warum Infrarot als Hauptheizung in einem normalen Haushalt eine teure Falle ist.

Kostenrechnung · 15 Jahre · Einfamilienhaus 140 m²

Was kostet welche Heizung wirklich?

Posten Infrarotheizung Wärmepumpe
Anschaffung + Einbau 5.000 € 30.000 €
Förderung 0 € – 21.000 €
Eigenanteil netto 5.000 € 9.000 €
Energie 15 Jahre* ~84.000 € (Strom) ~21.000 € (Strom)
Wartung 15 Jahre ~750 € ~2.250 €
Lebensdauer 10-15 Jahre 20-25 Jahre
Gesamt 15 Jahre 89.750 € 32.250 €

* Annahme: 18.000 kWh Direktstrom/a bei Infrarot vs. 4.500 kWh Strom/a bei WP (JAZ 4). Strompreis + 4 % p.a. Bei kleineren Räumen oder seltener Nutzung verschiebt sich die Rechnung zugunsten Infrarot.

Wann lohnt sich was?

KO-Kriterien — kurz und ehrlich.

Pro Infrarot

Wann Infrarot doch Sinn ergibt.

Selten genutzte Räume (Gartenhütte, Hobbykeller, Gästezimmer < 10 Tage/Jahr), kleine Flächen ohne Hauptnutzung, oder als Zusatzheizung im Bad bei vorhandener WP. Niemals als Hauptheizung im Wohnbereich.

Pro Wärmepumpe

Warum WP bei Hauptheizung gewinnt.

Faktor 3-4 niedrigerer Stromverbrauch, BEG-Förderung verfügbar, längere Lebensdauer, bessere Regelung. Über 15 Jahre fast immer 40.000-60.000 € günstiger im Gesamtkostenvergleich.

Welche Heizung für welchen Raum?

Drei Szenarien, drei klare Empfehlungen.

Profil
Situation
Empfehlung
Hauptheizung Wohnhaus
140 m² EFH, ganzjährige Nutzung
Wärmepumpe. Faktor 3-4 günstiger im Betrieb, Förderung greift, Lebensdauer höher.
Selten genutzter Nebenraum
Gartenhütte, Hobbykeller, < 10 Tage/Jahr beheizt
Infrarot. Geringe Anschaffung lohnt bei niedrigem Verbrauch, WP-Aufwand wäre überdimensioniert.
Bad-Zusatzheizung
Hauptheizung WP, Bad braucht morgens schnelle Aufheizung
Infrarot als Zusatz. Schnelle Wärme zur richtigen Zeit, geringe Laufzeit, kleiner Verbrauch.
Was uns Kunden falsch erzählt wird.

Vier Mythen, die wir täglich entkräften.

Falsch

„Infrarot heizt direkt die Personen, das ist effizienter."

Strahlungswärme erwärmt Oberflächen schneller, aber pro kWh Heizwärme ist Infrarot 3-4 mal teurer als WP. Komfort-Marketing ohne Effizienz-Substanz.

Falsch

„Infrarot ist klimafreundlich mit eigener PV."

Mit eigener PV+Speicher kann Infrarot rechnen — aber dieselbe PV mit WP liefert 3-4 mal mehr Heizwärme. PV-Strom ist immer mit WP effizienter.

Falsch

„Wartung und Reparatur fällt weg."

Stimmt — aber Lebensdauer kürzer, Strahler verlieren über Zeit Effizienz. Ersparnis bei Wartung wird durch häufigeren Tausch aufgehoben.

Falsch

„Im Niedrigenergiehaus reicht Infrarot."

Selbst bei niedrigem Bedarf (15.000 kWh/a) sind WP über 15 Jahre 30.000-40.000 € günstiger. Niedrige Heizlast ist genau der Bereich, in dem WP exzellent funktioniert.

Das Jankel-Urteil

Als Hauptheizung — fast nie. Wärmepumpe in 9 von 10 Fällen.

Wärmepumpe Infrarotheizung

Infrarot hat ihre Berechtigung in seltenen Räumen mit geringer Nutzung. Als Hauptheizung im normalen Wohnhaus ist sie eine teure Falle: günstig in der Anschaffung, dreimal so teuer im Betrieb, kürzere Lebensdauer, keine Förderung. Bei jeder geplanten Heizungsentscheidung im Wohnbereich ist die Wärmepumpe die ehrlichere Antwort.