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Wärmepumpen-Vergleich
13 Min Lesezeit

Luftwärmepumpe oder Erdwärme.

Erdwärme ist effizienter, aber teurer und genehmigungspflichtig. Luftwärme ist einfacher und günstiger, aber lauter im Winterbetrieb. Wir bauen beide ein, deshalb können wir es uns leisten, ehrlich zu sein.

JAZ Erdwärme
4,5 - 5,2
ganzjährig stabil
JAZ Luftwärme
3,5 - 4,5
schwankt mit Außentemp.
Bohrkosten
+ 12.000 €
Sole/Wasser zusätzlich
Empfehlung
Luftwärme
in 8 von 10 EFH

Erdwärme ist technisch besser — aber rechnet sich nur in genau definierten Fällen.

Erdwärme nutzt das stabile Bodentemperatur-Niveau und liefert ganzjährig hohe Effizienz — ohne Lautstärke, ohne Eis-Probleme. Aber: Bohrung kostet extra, Genehmigung kann dauern, und der Effizienz-Vorteil zahlt sich erst bei großen Wärmemengen aus.

Diese Seite zeigt, wann sich der Mehraufwand wirklich rechnet, wann die Bohrung am Standort überhaupt möglich ist und warum für die meisten EFH die Luft-Wärmepumpe die ehrlichere Antwort ist.

Kostenrechnung · 15 Jahre · Einfamilienhaus 140 m²

Was kostet welche Wärmepumpe wirklich?

Posten Luft-Wärmepumpe Erdwärme (Sole/Wasser)
Anschaffung + Einbau 30.000 € 42.000 €
BEG-Förderung – 21.000 € (70 %) – 21.000 € (50 %)
Eigenanteil netto 9.000 € 21.000 €
Energie 15 Jahre* ~21.000 € ~17.000 €
Wartung 15 Jahre ~2.250 € ~2.250 €
Schornsteinfeger 0 € 0 €
Gesamt 15 Jahre 32.250 € 40.250 €

* Annahme: 4.500 kWh Strom/a (JAZ 4) bei Luft vs. 3.700 kWh Strom/a (JAZ 4,9) bei Erdwärme. Bei Heizmenge > 25.000 kWh/a (großes Haus) verschiebt sich der Vorteil zu Erdwärme.

Wann lohnt sich was?

KO-Kriterien — kurz und ehrlich.

Pro Luftwärme

Wann Luftwärme die richtige Antwort ist.

Standard-EFH mit < 12 kW Heizlast, normaler Außenstellplatz, Heizmenge < 20.000 kWh/a. Niedrigere Anschaffung, Förderung höher (70 % statt 50 %), keine Genehmigung.

Pro Erdwärme

Wann sich die Bohrung wirklich rechnet.

Großes Haus mit hoher Heizmenge, langfristige Eigennutzung (> 20 Jahre), Standort genehmigungsfähig. Bei Heizmenge > 25.000 kWh/a holt der Effizienz-Vorteil die Bohrkosten in 12-15 Jahren rein.

Welche Wärmepumpe für welches Haus?

Drei Szenarien, drei klare Empfehlungen.

Profil
Situation
Empfehlung
Standard-EFH
140 m², Heizlast 8-12 kW, normaler Garten
Luft-Wärmepumpe. Niedrigere Anschaffung, höhere Förderung, einfache Genehmigung.
Großes Haus / Mehrfamilien
200+ m², Heizmenge > 25.000 kWh/a, langfristige Nutzung
Erdwärme. Effizienz-Vorteil zahlt sich aus, niedrigere Betriebskosten amortisieren die Bohrung.
Lärmempfindliche Lage
dichter Bestand, Schlafzimmer Richtung Aufstellort
Erdwärme — wenn Genehmigung möglich. Sonst Luft-Monoblock mit Schallschutz.
Was uns Kunden falsch erzählt wird.

Vier Mythen, die wir täglich entkräften.

Falsch

„Erdwärme bringt immer mehr."

JAZ-Vorteil ist real, aber bei kleiner Heizmenge holen die Mehrkosten den Effizienz-Vorteil über die Lebensdauer nicht rein.

Falsch

„Luftwärme funktioniert im Winter nicht."

Moderne Inverter-WP arbeiten bis – 20 °C effizient. JAZ sinkt im Winter, aber Heizleistung bleibt — kein Notheizstab nötig bei richtiger Auslegung.

Falsch

„Erdwärme bekommt jeder genehmigt."

Hängt vom Wasserschutzgebiet und der lokalen Wasserbehörde ab. In manchen Regionen Wartezeit > 6 Monate, in anderen nicht möglich.

Falsch

„Luftwärme ist immer laut."

Aktuelle Geräte erreichen 35-40 dB in 3 m Abstand — leiser als ein Kühlschrank. Mit Schallhaube oft unhörbar.

Das Jankel-Urteil

In 8 von 10 EFH — Luftwärme.

Erdwärme (Sole/Wasser) Luft-Wärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die richtige Antwort für die meisten Einfamilienhäuser: niedrigere Anschaffung, höhere Förderquote, keine Genehmigung. Erdwärme bleibt die technisch beste Lösung — sie rechnet sich aber erst bei großen Wärmemengen, langfristiger Eigennutzung und genehmigungsfähigem Standort. Wir prüfen das im Vorgespräch ehrlich durch.