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13 Min Lesezeit

Pellets oder Wärmepumpe.

Beide Heizungen sind erneuerbar, beide werden mit bis zu 70 % gefördert — aber die Auswahl entscheidet sich am Haus, nicht am Marketing. Wir bauen beide ein, deshalb können wir es uns leisten, ehrlich zu sein.

Förderung max.
21.000 €
BEG für beide Systeme
Diff. 15 Jahre
5.000 €
WP knapp günstiger
Lager-Bedarf
3-5 m²
nur bei Pellets
Empfehlung
Wärmepumpe
in 7 von 10 Fällen

Pellets sind kein schlechteres System — sie sind ein anderes System für andere Häuser.

Wärmepumpe braucht eine niedrige Vorlauftemperatur, also ein gut gedämmtes oder zumindest hydraulisch passendes Haus. Pellet-Heizungen liefern hohe Vorlauftemperaturen wie eine Öl- oder Gasheizung — und sind damit für unsanierten Altbau oft die einfachere Antwort.

Diese Seite zeigt ehrlich, wann Pellets die bessere Wahl sind: bei hoher Heizlast, vorhandenem Lagerraum, ländlicher Lage. Und wann die Wärmepumpe trotzdem klar gewinnt.

Kostenrechnung · 15 Jahre · Einfamilienhaus 140 m²

Was kostet welche Heizung wirklich?

Posten Pellet-Heizung Wärmepumpe (Luft-Wasser)
Anschaffung + Einbau 28.000 € 30.000 €
BEG-Förderung – 19.600 € (70 %) – 21.000 € (70 %)
Eigenanteil netto 8.400 € 9.000 €
Energie 15 Jahre* ~28.000 € (Pellets) ~21.000 € (Strom)
Wartung 15 Jahre ~5.250 € ~2.250 €
Schornsteinfeger ~1.800 € 0 €
Gesamt 15 Jahre 43.450 € 32.250 €

* Annahme: 6.000 kg Pellets/a (340 €/t Mittel) vs. 4.500 kWh Strom/a bei JAZ 4. Pellet-Preis + 3 % p.a., Strompreis + 4 % p.a.

Wann lohnt sich was?

KO-Kriterien — kurz und ehrlich.

Pro Pellets

Wann Pellet-Heizung die bessere Wahl ist.

Hohe Heizlast (> 18 kW), unsanierter Altbau ohne Sanierungsplan, vorhandener Lagerraum (mind. 3 m²) im trockenen Keller, ländliche Lage mit zuverlässigem Lieferanten. Pellets liefern 70-80 °C Vorlauf — alte Heizkörper bleiben drin.

Pro Wärmepumpe

Wann die Wärmepumpe gewinnt.

Saniertes oder modern gebautes Haus, kein Lagerraum, kein Bock auf Bestellung & Lieferung, niedrige bis mittlere Heizlast. WP ist günstiger im Betrieb, niedriger im Wartungsaufwand und ohne Schornsteinfeger.

Welche Heizung für welches Haus?

Drei Szenarien, drei klare Empfehlungen.

Profil
Situation
Empfehlung
Saniertes EFH
Bj. 2000+, Dämmung gut, Heizlast < 12 kW
Wärmepumpe (Luft-Wasser). Förderung voll, niedrige Betriebskosten, kein Lager nötig.
Altbau, hohe Heizlast
Bj. < 1980, ungedämmt, Heizlast > 18 kW
Pellet-Heizung. Liefert hohe Vorlauftemperatur ohne Sanierung, alte Heizkörper bleiben drin, Förderung gleich hoch.
Großes Haus mit Forst-Zugang
Großgrundbesitz, regionale Pellet-Lieferung gesichert
Pellets. Lokaler Brennstoff, Preisvorteil, ideale Symbiose mit Solarthermie für Warmwasser.
Was uns Kunden falsch erzählt wird.

Vier Mythen, die wir täglich entkräften.

Falsch

„Pellets sind klimaneutral."

Pellets sind CO2-arm, aber nicht null. Verbrennung emittiert Feinstaub und CO2 — die Bilanz wird über das Nachwachsen gerechnet, nicht real eingespart.

Falsch

„Wärmepumpe geht nicht im Altbau."

Geht oft, aber Auslegung muss passen. Bei Heizlast > 20 kW und Vorlauf 70 °C wird WP unwirtschaftlich — dann sind Pellets ehrlicher.

Falsch

„Pellets sind günstiger als Strom."

Pro kWh Wärme oft ähnlich teuer. WP mit JAZ 4 schlägt Pellets, WP mit JAZ 2.5 verliert. Auslegung entscheidet.

Falsch

„Pellet-Lager ist Brandgefahr."

Bei korrekter Installation nach DIN 17225-2 minimal. Größeres Risiko ist CO-Bildung — deshalb Pflicht-Sensoren in Lager und Heizraum.

Das Jankel-Urteil

Im saniertem Bestand Wärmepumpe — im Altbau Pellets.

Wärmepumpe (Luft-Wasser) Pellet-Heizung

Wer ein gedämmtes Haus oder einen Sanierungsplan hat, fährt mit der Wärmepumpe günstiger und einfacher. Wer einen ungedämmten Altbau bewohnt und nicht voll-sanieren will oder kann, hat mit Pellets eine ehrliche, hocheffiziente Alternative — die Förderung ist gleich hoch, der Vorlauf passt zu alten Heizkörpern. Wir entscheiden anhand der Heizlast und nicht nach Geschmack.