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Ölheizung oder Gasheizung.

Beide Heizungen sind politisch zum Auslaufmodell erklärt — aber wenn ein Wärmepumpen-Tausch nicht möglich ist, bleibt die Frage: welche fossile Übergangslösung kostet weniger und macht weniger Ärger? Wir bauen beide ein, deshalb können wir es uns leisten, ehrlich zu sein.

Förderung
0 €
fossile Heizung, kein BEG
Diff. 15 Jahre
12.000 €
Gas günstiger im Bestand
Gas-Ausstieg
2045
Erdgas aus Verteilnetz
Empfehlung
Wärmepumpe
wenn irgend möglich

Wer heute zwischen Öl und Gas wählt, wählt zwischen zwei Auslaufmodellen.

Beide Brennstoffe werden durch CO2-Preis und Lieferunsicherheit teurer. Gas hat aktuell den Kostenvorteil im Betrieb, Öl den Vorteil der Eigenversorgung über den Tank — aber beide sind langfristig die schlechtere Wahl.

Diese Seite zeigt, welche Heizung in welcher Nische noch eine Übergangslösung ist — und warum bei jedem Heizungstausch die Wärmepumpe trotzdem die erste Frage sein sollte.

Kostenrechnung · 15 Jahre · Einfamilienhaus 140 m²

Was kostet welche Heizung wirklich?

Posten Ölheizung (Brennwert) Gasheizung (Brennwert)
Anschaffung + Einbau 14.000 € 12.000 €
Förderung 0 € 0 €
Eigenanteil netto 14.000 € 12.000 €
Energie 15 Jahre* ~52.000 € (Öl + CO2) ~42.000 € (Gas + CO2)
Wartung 15 Jahre ~4.500 € ~3.000 €
Schornsteinfeger ~1.800 € ~1.500 €
Gesamt 15 Jahre 72.300 € 58.500 €

* Annahme: 3.000 L Heizöl/a vs. 18.000 kWh Erdgas/a, Brennstoffpreise + 5 % p.a. + CO2-Pfad bis 200 €/t bis 2030. Gas-Netzentgelte steigen mit sinkender Anschlussdichte zusätzlich.

Wann lohnt sich noch was?

KO-Kriterien — kurz und ehrlich.

Pro Gas

Wann Gas-Brennwert noch eine Option ist.

Bestand mit Gas-Anschluss, Tausch innerhalb der nächsten 5 Jahre fällig, kein Wärmepumpen-Budget. Niedrigere Anschaffung, geringere Wartung, kein Tank — solange das Verteilnetz steht.

Pro Öl

Wann Öl-Brennwert noch eine Option ist.

Kein Gas-Anschluss, intakter Tank, ländliche Lage. Vorteil: Eigenversorgung über mehrere Monate, Preisbeobachtung möglich. Nachteil: höhere CO2-Kosten und Tank-Pflichten.

Welche Heizung für welchen Fall?

Drei Szenarien, drei klare Empfehlungen.

Profil
Situation
Empfehlung
Bestand mit Gas-Anschluss
alte Gas-Therme defekt, Wärmepumpe nicht möglich
Gas-Brennwerter. Niedrigste Anschaffung, geringste Wartung — als Übergangslösung für 10-15 Jahre.
Bestand mit Öl-Tank
Tank intakt, kein Gas-Anschluss, Sanierung in 15 Jahren
Öl-Brennwerter. Wenn Tank ohnehin steht, lohnt der Wechsel zu Gas die Anschluss-Investition meist nicht.
Tank defekt oder Gas weg
Heizung muss neu, beide Infrastruktur-Probleme da
Wärmepumpe. Wer ohnehin Infrastruktur-Investitionen ansetzen muss, sollte direkt erneuerbar gehen.
Was uns Kunden falsch erzählt wird.

Vier Mythen, die wir täglich entkräften.

Falsch

„Gas ist die saubere Brücken-Technologie."

Gas ist sauberer als Öl, aber CO2-Preis und Netzkosten machen das schnell zur teuren Brücke. Brücke wohin? Es geht direkt zur Wärmepumpe — oder gar nicht.

Falsch

„Öl ist günstiger weil ich vorrätig kaufen kann."

Strategisches Kaufen spart 5-10 %, nicht 30 %. CO2-Preis trifft trotzdem. Tank-Pflichten und Versicherung machen den Vorteil oft auf.

Falsch

„Bei Bestandsgebäuden geht keine Wärmepumpe."

In über 80 % der Bestände geht WP nach unserer Auslegung. Voraussetzung: Heizlast korrekt rechnen, nicht schätzen.

Falsch

„Gas wird wieder günstiger."

Erdgas-Netzentgelte steigen mit sinkender Anschlussdichte zusätzlich zum Brennstoffpreis. Selbst bei stabilem Marktpreis wird der Gesamtpreis weiter steigen.

Das Jankel-Urteil

Wenn beides geht — Gas. Aber lieber Wärmepumpe.

Gasheizung (Brennwert) Ölheizung (Brennwert)

Wer wirklich nur zwischen Öl und Gas wählen kann, fährt mit Gas-Brennwert günstiger — solange das Verteilnetz steht. Aber bei jedem geplanten Heizungstausch im Bestand ist die ehrliche Frage: Geht eine Wärmepumpe wirklich nicht? In acht von zehn Fällen geht sie. Öl und Gas sind Übergangslösungen mit absehbarem Auslaufdatum, nicht 25-Jahre-Investitionen.